SWG Poscht

Fokus: Neues Gasprodukt enthält 15% Biogas

Geschrieben von SWG | Jun 15, 2026 5:30:00 AM

Bisher hatten die Gaskundinnen und -kunden der SWG die Qual der Wahl: Sie konnten entweder nur Erdgas beziehen oder sich für einen Biogasanteil von 5, 20, 50 oder 100% entscheiden.

Per 1. Juli 2026 vereinfacht die SWG ihr Angebot und führt ein einheitliches Gasprodukt mit 15% Biogas ein. «Die bisherige Wahlmöglichkeit beim Biogas-Anteil haben nur wenige Kundinnen und Kunden genutzt», sagt Ronny Leuenberger, Leiter Energie + Vertrieb von der SWG. «Mit der Vereinheitlichung schaffen wir eine klare und transparente Lösung für alle Kundinnen und Kunden. Gleichzeitig erhöht sich der durchschnittliche Biogas-Anteil unserer gesamten Gasmenge – ein weiterer Schritt hin zu einer klimafreundlicheren Gasversorgung.»

Dazu baut die SWG ihre Biogas-Produktion aus: Zusätzlich zu ihrem Biogas aus Klärschlamm der ARA Regio Grenchen plant sie, künftig auch Biogas aus landwirtschaftlichen Substraten wie Grüngut und Mist zu produzieren.

Heizen mit Gas wird immer klimafreundlicher

In den kommenden Jahren wird die SWG den Biogas-Anteil ihres Gasprodukts schrittweise erhöhen. Für bestehende Gaskundinnen und -kunden heisst das: Sie heizen immer klimafreundlicher. Und wer seine alte Ölheizung durch eine Gasheizung ersetzt, spart sofort viel CO2 ein. Im Kanton Bern muss für eine neue Gasheizung gemäss dem Energiegesetz eine der folgenden Bedingungen erfüllt sein: Entweder ist das Gebäude jünger als 20 Jahre, hat mindestens die Effizienzklasse D oder die Gasheizung wird mit mindestens 50% Schweizer Biogas betrieben. Deshalb bietet die SWG ihrer Kundschaft in Arch, Büren an der Aare, Lengnau und Rüti bei Büren weiterhin einen Biogas-Anteil in dieser Höhe an.

Gas bleibt preislich intressant

Obwohl ihr Gas klimafreundlicher wird, kann die SWG ihre Gaspreise per 1. Juli 2026 um durchschnittlich rund 4% senken. Das liegt daran, dass die SWG ihr Gas weit im Voraus einkauft und die Beschaffungspreise im vergangenen Jahr gesunken sind. Die Folgen des Irankriegs wirken sich also erst verzögert auf die Gaspreise aus. Der schrittweise steigende Biogas-Anteil wird die Preise in der Tendenz ebenfalls leicht erhöhen.

Mehr Transparenz bei den Gaspreisen

Mit der Einführung des neuen Gasprodukts unterteilt die SWG ihren Gaspreis in Netznutzungs- und Energiekosten. Diese Aufteilung sorgt für mehr Transparenz. «Unsere Kundinnen und Kunden können dadurch besser nachvollziehen, wie sich der Gaspreis zusammensetzt», so Ronny Leuenberger. «Hinzu kommt: Wenn die Schweiz dereinst ein Gasversorgungsgesetz einführt, wird die Aufteilung vorgeschrieben sein, um einen Wettbewerb zwischen den verschiedenen Gasversorgern zu ermöglichen. Wir setzen diesen Schritt schon jetzt um.»